Egon Friedell

Perfekter Stillstand

Am gesündesten ist die Amöbe. Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit Egon Friedell führt den Beweis, dass Makellosigkeit Stagnation bedingt. Ohne „Makel“ kein Fortschritt. „Zunächst kann es ja selbst dem philiströsesten Denken kaum zweifelhaft sein, dass jeder Mensch durch Krankheitszustände lernt.“ Nach Friedell ist jeder Fortschritt in Richtung der Vergeistigung dem Wesen nach ein Krankheitsphänomen.

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Kategorisierung auf Österreichisch

Der Wille zur Schachtel Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit Friedell schrieb in seiner Kulturgeschichte der Neuzeit, dass „alle Klassifikationen, die der Mensch jemals gemacht hat, willkürlich, künstlich und falsch sind.“ Aber auch, dass sie „nützlich und unentbehrlich und vor allem unvermeidlich sind.“ Man könnte jeden plakativen Gedanken aus der Kulturgeschichte des Neuzeit hier wiedergeben, und

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Gottesbeweis in der Literatur.

Diesen Zweiflern muss man erwidern: wer hätte denn diese sechsunddreißig Dramen, deren Gewalt und Fülle bis heute noch niemand erreicht hat, schreiben sollen, wenn nicht Shakespeare? Egon Friedell, Kulturgeschichte der Neuzeit Allen Zweiflern, die sich nicht vorstellen konnten, dass ein Mensch, der zu seinen Lebzeiten nur geringe Schätzung erfuhr, ein solches Werkkompendium schaffen konnte, zum

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